Syrische Flüchtlinge absolvieren Praktikum im IT-Support bei KiKxxl

Diana, Hasan und Rimon

Hasan und Rimon erzählen von ihrem Alltag beim Kommunikationsdienstleister

Seit zwei Wochen sind Hasan (21) und Rimon (41) bei uns im IT-Support als Praktikanten tätig und helfen bei allen anliegenden Themen rund um Hard- und Software im Kommunikationscenter. Beide kommen aus Syrien und besuchen eine Sprach- und Integrationsschule, um Deutsch zu lernen. Eben diese Einrichtung hat auch den Kontakt zu unserem IT-Leiter Lars Hoeger aufgenommen und angefragt, ob die Möglichkeit bestünde beiden Syrern bei KiKxxl einen Einblick ins Berufsleben zu gewähren.

Als dann schnell klar wurde, dass beide auf dem Gebiet der EDV nicht ganz unerfahren sind, war unser IT-Leiter sofort Feuer und Flamme und noch am selben Tag saßen alle Beteiligten für einen ersten sympathischen Austausch an einem Tisch. Am Montag darauf fingen Rimon und Hasan im IT-Support ihr Praktikum an. Schnell und unbürokratisch, dafür aber mit großer Wirkung für beide Seiten.

Es war beiden sichtlich eine große Freude, ihre IT-Kenntnisse endlich wieder produktiv in einem Unternehmen anwenden zu können. Aufgrund ihrer Erfahrung fiel das beiden auch gar nicht schwer. Hasan hat in Syrien nach seinem Abitur eine Fachhochschule für Informatik besucht und abgeschlossen. Leider wird der Abschluss in Deutschland nicht anerkannt. Umso mehr freut er sich, dass er bei KiKxxl wieder in diesem Bereich tätig sein kann. Rimon hingegen war bereits 11 Jahre selbständig und hatte ein eigenes EDV-Geschäft in Syrien. Dort konnte er viel Erfahrung rund um Soft- und Hardware sammeln, aber auch in der direkten Arbeit mit Kunden und Auftraggebern. Auch er freut sich sehr, dass er bei KiKxxl die Möglichkeit hat, seine Kompetenzen wieder gewinnbringend einzusetzen. Als Mentor und Ansprechpartner kümmert sich unser IT-Supporter Jacob „Jake“ Malcom um die beiden und ist wirklich sehr zufrieden. Er schwärmt in den höchsten Tönen: „Rimon und Hasan sind beide wirklich sehr engagiert, zuvorkommend und ordentlich. Sie fragen bei allem genau nach und wenn sie etwas einmal gezeigt bekommen, führen sie alle Aufgaben tadellos aus. Man merkt beiden ihre EDV-Affinität an und trotz Sprachbarriere funktioniert die Kommunikation mit etwas Englisch, etwas Deutsch und IT-Fachbegriffen erstaunlich gut.“

Umso mehr haben wir uns gefreut, als beide zugesagt haben an einem Foto- und Interviewtermin teilzunehmen und uns etwas von sich und ihrem Background zu erzählen. Allerdings war hier die Sprachbarriere nun doch etwas höher, da die Fragen spezifischer wurden. Zum Glück arbeitet seit einigen Monaten Diana bei uns. Sie ist zwar in Deutschland geboren, beherrscht aber aufgrund ihrer syrischen Abstammung die Sprache hervorragend. Zudem hat sie ihr FSJ (freiwilliges soziales Jahr) in einem Flüchtlingsheim absolviert und war sogar für drei Monate in Syrien, um bei der Arbeit mit Flüchtlingen vor Ort zu helfen.

Diana konnte uns die Fragen an Hasan und Rimon perfekt und sehr charmant übersetzen. Zum Beispiel wie ihr Tagesablauf bei KiKxxl aussieht. So haben beide erzählt wie sie jeden Morgen in der IT am Meeting teilnehmen. Wie die Aufgaben und Schichten eingeteilt werden und welche Einsätze an den KiKxxl-Standorten bevorstehen. Auf die Frage welches Projekt ihnen bisher am meisten Spaß gemacht hat, antwortete zunächst Rimon: „Ich war mit Jake am Standort in Bremen, wo wir einen ganzen Schulungsraum komplett neu mit Technik eingerichtet haben. Wir haben neue Rechner installiert und mit Software bespielt. Es war sehr aufwendig, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht zu sehen, wie dann alles funktioniert hat, als wir fertig waren.“ Hasan betonte: „Ich fand das Aufsetzen einer virtuellen Maschine im Linux-System sehr interessant. Da ich bisher hauptsächlich mit Windows gearbeitet habe, war für mich gerade das Arbeiten mit Linux besonders aufschlussreich.“ Auf die Frage was ihnen bei KiKxxl besonders gut gefällt, antworteten beide, dass das Arbeiten im Team ihnen sehr viel Freude macht. Besonders toll finden sie, dass bei KiKxxl so viele Menschen aus verschiedenen Kulturen erfolgreich und glücklich zusammen arbeiten und dass sie von allen so freundlich aufgenommen wurden.

Rimon und Hasan arbeiten bei uns von Montag bis Donnerstag in Vollzeit. Am Freitag besuchen sie weiterhin die Sprachschule. Denn der größte Wunsch der beiden ist es so schnell wie möglich Deutsch zu lernen und weiter Fuß im Berufsleben zu fassen.

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