Offenheit und Transparenz sind Trendthemen in der IT

Offenheit und Transparenz sind Trendthemen in der IT

KiKxxl IT-Leiter referierte beim Open Source Day in Stuttgart

Stuttgart. Eine sichere Industrie 4.0 ist ohne offene Kommunikation und offene Standards undenkbar“, ist Lars Hoeger, IT-Leiter bei dem Osnabrücker Unternehmen KiKxxl überzeugt. Am Beispiel des Unternehmens wurde auf dem Open Source Day in Stuttgart, einem hochkarätigem Fachpublikum der erfolgreiche Weg des Unternehmens KiKxxl als Linux Open Source-Anwender vorgestellt. Veranstaltet wurde der Kongress durch die Open Source Business Alliance, einem Interessenverband mit 190 Mitgliedern aus Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, kleineren und mittleren Betrieben und führenden IT-Unternehmen. 

Der Einsatz von Open Source Software, also Software deren Quelltext offenliegt und somit frei verfügbar ist, hat laut Hoeger eine kleine Revolution und ein Umdenken in der Industrie ausgelöst. Davon konnten sich IT-Entscheider aus Anwender- und Herstellerunternehmen bereits am Vortag auf der OPEN! 2015, der Konferenz für digitale Innovation, überzeugen. Die Welt von heute ist stark vernetzt. Offenheit und Transparenz gehören die Zukunft. Zur Situation von Linux im Businessumfeld stellt Lars Hoeger fest: „Die Administration von Linux ist genauso kompliziert oder einfach, wie die Administration von Windows. Aber warum soll man von etwas Kompliziertem, das scheinbar jeder kennt, zu etwas Kompliziertem wechseln, das gefühlt keiner kennt?”. Deshalb fordert er: “Wir müssen Linux endlich einfacher machen. Einfacher im Sinne von automatisierter. Außerdem müssen wir es schaffen, das kreative „Kuddelmuddel“ von Open Source Software und -Systemen durch Richtlinien und Prüfverfahren zu vereinheitlichen, ohne die Kreativität zu beschneiden. Es geht um Linux im Business und nicht um Linux auf dem Campingplatz“, so Hoeger weiter.

Der IT-Experte fordert für Open Source Lösungen auf Linux-Basis automatisierte Standards und klare Strukturen und demonstrierte die Vorgehensweise an Praxisbeispielen aus dem Unternehmen KiKxxl. Das Kommunikationsunternehmen beschäftigt an seinen Standorten Osnabrück, Bremen, Dortmund und Bochum mehr als 1.600 Mitarbeiter und verfügt über 1.480 modernste Service Center Arbeitsplätze. Pro Monat werden knapp 2,4 Millionen Verkaufsgespräche und knapp 200.000 Servicegespräche geführt. Alle Mitarbeiter sind vernetzt und in die IT-Struktur eingebunden. „100 Prozent unserer Clients und 99 Prozent aller Server laufen über Linux. Nur 15 Prozent der Mitarbeiter setzen Windows ein“, beschreibt Hoeger die IT-Struktur. Zusammengerechnet habe das 22-köpfige KiKxxl-IT-Team über 130 Jahre Linux-Erfahrung.

Dank Linux und offener Schnittstellen kann die Personalabteilung mit einem Klick dafür sorgen, dass ein neuer Mitarbeiter automatisch einen Ausdruck mit seinem Einmalpasswort, sämtliche notwendige Laufwerksfreigaben, ein Mailkonto, benötigte Türfreigaben und ebenfalls eine Telefonnummer zugewiesen bekommt. Der Mitarbeiter kann sich anschließend sofort einloggen und mit der Arbeit beginnen. Hoeger ist von Linux und seinen Anwendungsmöglichkeiten überzeugt. Er schlägt die Einführung eines Gütesiegels vor, das die Qualität der Schnittstellen und die Sicherheit dokumentiert sowie die Dokumentation von Abläufen, Bedienung und Integration sicherstellt. Das Ziel sei einheitliche Schnittstellen zu schaffen, durchgängige Konzepte zu entwickeln, einfache Anwendung und Administration zu ermöglichen und dennoch die Vielfalt von Linux zu erhalten.

Für weitere Informationen für Linux-Interessenten. Tel.: 0541-3305402

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